Reisebericht: Russische U-Boote vor Usedom
 
von Daniela Stumpf aus Berlin
 

An einem Samstagmorgen im September 2002 reisten wir zu dritt (mein Freund, ich und unser Hund) in das Landhaus Teichgraf in Mahlzow auf der Insel Usedom bei Familie Rother an. Die vielen kleinen Dörfer und die Landschaften, die wir auf der Autofahrt bis nach Mahlzow sahen, fegten unseren Alltagsstress so langsam weg. Uns wurde somit auch klar, dass die eine Nacht, die wir bleiben wollten, viel zu wenig war.
 
Jedenfalls wurden wir dort recht freundlich empfangen und eingewiesen. Dort gibt es auch Hundehütten mit einer anschließenden großen Wiese, falls man seinen Vierbeiner gern mitnimmt in den Urlaub. In der Nähe sind keine gefährlichen Straßen, so dass sich der Hund ruhig auch einmal kräftig austoben kann. Unser Zimmer war mit Balkon, Herd, Fernseher - alles was man eben für Wünsche hatte war vorhanden. Die komplette Unterkunft war in einem sehr gemütlichen, sauberen, ländlichen Stil, was auch den jüngeren Gästen, wie wir es waren, sehr gefallen hat.
 
Am frühen Nachmittag fuhren wir nach Penemünde - wenige Autominuten von Mahlzow - ins U-Boot-Museum . Dort haben sie aus Kriegszeiten ein U-Boot von den Russen zum Museum gemacht. Es gibt nur noch 2 dieser U-Boote. Das zweite davon wurde zur Herstellung des Filmes K19 gebraucht. Das U-Boot lag noch im Wasser und der Anblick verriet uns, dass wir zur Besichtigung dort hinein mussten. Der Eintritt kostete für Erwachsene 2 Euro, die sich wirklich lohnten! Ich kann mir bis heute nicht vorstellen, dass dort viele zig Matrosen gearbeitet, geschlafen, gegessen haben sollen. Der Gang, der sich durch das ganze U-Boot zog, war lang und eng. Neben dem schmalen Gang waren ohne Schutz tausend Hebel, Knöpfe und Maschinenteile angebracht. Wie eine große Fabrik nur alles um ein Vielfaches zusammen gepresst.
 
Wir wollten nach diesem beeindruckenden U-Boot-Erlebnis noch in das Museum für "historische techn. Informationen" (kurz: Militärmuseum) gehen, wo man sich über die Entwicklung und Erforschung von Raketen, Luftwaffen, Jagdflugzeugen, Propellermaschinen der ehemaligen Heeresversuchsanstalt Eindrücke verschaffen konnte, aber leider hatte es nur bis 18 Uhr geöffnet. So stellten wir wieder fest, dass wir uns für unsere Reise einfach mehr Zeit hätten nehmen müssen.
 
Abends machten wir noch einen langen Spaziergang am steinfreien endlosen Sandstrand und der Klang der gewaltigen Wellen übertönte oft unsere eigenen Stimmen. Durch die frische Luft etwas erschöpft (die Zeit verging wie im Flug!) fuhren wir wieder in unser Quartier, wo wir mit dem Einverständnis von Familie Rohter grillen durften. Danach saßen wir gemütlich auf der Gartenterrasse mit noch einigen Leuten, die dort auch Ferien machten und gerade vom Hochseeangeln zurückkamen. So verlebten wir noch einige lustige Stunden in der Abenddämmerung bis wir uns in die frisch gemachten Betten fielen ließen.
 
Um 9 Uhr fielen wir aus dem Bett und waren erstaunt über das für die Gäste angerichtete Frühstück - so reichlich und von allem etwas aufgetafelt. Alles was man sich wünscht für einen guten Start in den Tag. Leider mussten wir langsam unseren Aufbruch nach Berlin antreten. Wir fuhren durch Wolgast (wenige Autominuten von Mahlzow) in Richtung Autobahn. So viele Einkaufsmöglichkeiten, Tauchschulen, Wassersportmöglichkeiten, dazu die große Verbindungsbrücke zur Insel Usedom mit Schiffen und Anglern. Die Möglichkeit, eine alte Mühle zu besichtigen, Wanderruten, historische Bauten und vieles, vieles mehr. Wir bereuten ein wenig, dort keine Zeit gehabt zu haben, diese Stadt auch näher kennen lernen zu können.
 
Selbst für den kleinen Geldbeutel ist eine Reise in diese wunderschöne Ecke von Mecklenburg-Vorpommern sehr zu empfehlen, aber eines haben wir gemerkt: Man braucht Zeit, um sich einen Eindruck über die bemerkenswerte Landschaft und die schönen Städte machen zu können. Beim nächsten mal werden wir uns die Zeit nehmen. Ganz bestimmt!
 
Hiermit bedanke ich mich noch einmal bei Familie Rother für die wunderschöne, leider viel zu kurze Zeit, die wir im Landhaus Teichgraf in Mahlzow verbracht haben.
 
Daniela Stumpf aus Berlin


 

 

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